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Kaum zu glauben? Die Relevanz von (säkularem) Glauben und Fürsorge in der Erwachsenenbildung. Ratschlag Übermorgen #3 mit Mag.a Linda Kreuzer

Linda Kreuzer, Foto: (c) Jana Hofmann

Gesellschaften leben davon, dass Menschen füreinander Verantwortung übernehmen, Konflikte aushalten und gemeinsam Zukunft gestalten. Doch genau diese Voraussetzungen scheinen brüchig zu werden.
Gesellschaftliche Fragmentierungen, neoliberale Realitätskonstruktionen und die zunehmende Individualisierung sozialer Risiken fördern Entsolidarisierung, Vereinsamung und Skepsis gegenüber demokratischem Handeln. Gleichzeitig erleben wir, dass traditionelle Institutionen an Bindungskraft verlieren. Das gilt auch für die Kirchen.Doch welche Rolle können institutionalisierte Religionen unter diesen Bedingungen spielen?
Und was kann die Erwachsenenbildung von religiösen Gemeinschaften lernen, ohne deren Glaubensüberzeugungen teilen zu müssen?

Im Rahmen des Ratschlags Übermorgen wollen wir der provokanten Frage nachgehen, ob Religion und Kirche auch heute noch relevante Orte der Erwachsenenbildung sind. Jenseits vorschneller Antworten diskutieren wir, welche gesellschaftlichen Funktionen sie erfüllen, welche Ambivalenzen damit verbunden sind und welche Praktiken des Glaubens auch ohne Institutionen für die Entwicklung der Erwachsenenbildung wichtig sind.
Denn vielleicht ist die eigentliche Frage nicht, ob wir glauben. Sondern woran eine demokratische Gesellschaft glaubt, wenn gemeinsame Orte der Sorge und Solidarität selten werden.

Referentin: Sozialethikerin Mag.a Linda Kreuzer

Termin: 4. November 2026, 10 bis 12 Uhr, online
Teilnahmebekundungen bitte an: jan.niggemann@oieb.at